NÖ Kindersommerspiele Herzogenburg
Dreihundertsechzig Grad Rundgang durch das Festgelände
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Ein Brief an die Kinder zum 5. Fastensonntag

Abladestelle für Klagen in der Kirche

Liebe Kinder!

Das Evangelium des 5. Fastensonntags berichtet, darüber wie Jesus seinen Freund Lazarus wieder lebendig macht:

Evangelium nach Johannes (Kapitel 12, Verse 20-33 in leichter Sprache)

Einmal erzählte Jesus ein Beispiel vom Weizenkorn. Jesus sagte:
Das Weizenkorn wird in die Erde gesät. In der Erde verändert sich das Weizenkorn. Das Weizenkorn stirbt. Das hört sich traurig an. Trotzdem ist es gut, dass das Weizenkorn stirbt. Weil dann aus dem Weizenkorn ein grünes Blatt heraus wächst. Das grüne Blatt wird zu einem neuen Halm. Aus dem neuen Halm wachsen viele neue Körner. Die vielen neuen Körner brauchen wir zum Essen.
Jesus sagte: Ihr möchtet ein gutes Leben haben. Ein gutes Leben ist wie ein Weizenkorn. Das Leben verändert sich. Das Leben ist schwer. Oder krank. Oder traurig. Aber bleibt froh. Behaltet den Mut. Dann wird das ganze Leben gut. Wie ein gutes Weizenkorn mit vielen neuen Körnern.
Jesus sagte: Bei mir ist das auch so. Ich sterbe wie ein Weizenkorn. Jesus wurde traurig.
Jesus dachte daran, dass er am Kreuz sterben muss. Jesus bekam Angst. Jesus wollte am liebsten weglaufen.
Aber dann betete Jesus: Gott, du bist mein Vater. Ich verlasse mich auf dich. Auch wenn ich sterben muss. Du schenkst mir neues Leben. Auf dich kann ich mich immer verlassen.
Dann wird alles herrlich sein. Und alle Menschen sehen, dass du gut bist. Und dass du das Herz froh machst. Auf einmal hörten die Leute, die bei Jesus waren, eine Stimme. Die Stimme sagte: Ja. Ich bin jetzt bei dir. Ich bin immer bei dir. Die Leute wunderten sich über die Stimme. Einige Leute sagten: Vielleicht war das keine Stimme. Vielleicht hat es gedonnert.
Jesus sagte: Nein. Es hat nicht gedonnert. Das war Gott im Himmel. Der Gott im Himmel hat gesagt, dass er immer da ist. Und dass niemand Angst haben muss. Und dass ihr alle bei Gott eingeladen seid.
Und dass ihr alle zu Gott kommen dürft. Jesus erklärt, dass Gott uns sehr lieb hat. Jesus hatte viele Freunde. Ein Freund von Jesus hieß Nikodemus. Nikodemus hörte gerne zu, wenn Jesus von Gott erzählte.
Jesus sagte zu Nikodemus: Gott hat mich extra zu euch geschickt. Ich soll euch alles von Gott erklären. Ich soll euch sagen, dass Gott euch lieb hat. Und ich soll euch zeigen, dass Gott euch lieb hat.
Einige Leute behaupten: Gott schickt Jesus, damit Jesus die Menschen bestraft. Aber das stimmt nicht. Gott schickt mich, damit ich euch helfe. Ich will euch helfen, damit diese Welt eine gute Welt wird. Wenn ihr an mich glaubt, wird diese Welt gut.
Jesus sagte: Ich will euch zeigen, dass die Liebe von Gott wie helles Licht ist. Viele Menschen freuen sich über das Licht. Die Menschen gehen zum Licht. Die Menschen gehen zu Gott. Die Menschen freuen sich über die Liebe von Gott.
Wenn ihr glaubt, dass Gott alles gut machen will, wird euer Herz froh. Und hell. Und warm. Dann wollt ihr selber auch alles gut machen. Dann wollt ihr selber auch, dass die ganze Welt gut wird. Und hell. Und warm.

Zum Nachdenken:

Dieses Evangelium hat zwei große Themen: die Trauer, aber auch das Neuwerden durch die Auferstehung, worüber wir uns ja wirklich freuen dürfen.
Was passiert, wenn jemand trauert, welche Laden sind da geöffnet? Das kann die Lade mit der Traurigkeit und Verzweiflung, sein, aber auch die Lade mit Dankbarkeit, Freude, Erinnerungen und Hoffnung.
Jesus wurde traurig, weil er seinen Freunden erzählt, dass er wie ein Weizenkorn sterben muss. Er hat Angst bekommen. Aber was tut Jesus in dieser Situation? Er bringt all seine Verzweiflung und seine Angst im Gebet zu Gott. Und Gott erhört sein Gebet. Gott lädt uns ein, zu ihm zu kommen und ihm zu vertrauen. Gott erhört auch unser Gebet.

Was kannst du tun, wenn du traurig bist?

  • Höre in dich hinein! Überlege, was dir gut tut! Dabei ist alles erlaubt: weinen, lachen, mit jemanden sprechen, nach draußen gehen, sich mit schönen Dingen ablenken…
  • Ein „Freudenglas“ kann dir helfen. Das funktioniert ganz einfach. Ihr habt sicher irgendwo ein leeres Honig- oder Marmeladeglas. Das kannst du bunt bemalen, mit Wolle umwickeln, lustig bekleben usw. Schreib dir dann auf kleine Zettel alle Dinge auf, über die du dich gefreut hast. Wenn du traurig bist, nimm das Glas zur Hand, lies darin und sag Gott „Danke“ dafür. Auch die Bibelzitate können dir und deiner Familie Hoffnung schenken. Du kannst sie auch im Glas aufbewahren.
  • Du kannst auch in der Kirche die Aktion der Pfarrcaritas besuchen. Dort kannst du deine Sorgen auf einen Zettel schreiben und in die „Klagemauer“ stecken. Diese Zettel werden dann im Osterfeuer verbrannt.
  • Oder du kannst eine Blüte mit Dingen füllen, für die du dankbar bist – und einen Osterstrauch verzieren.
Freude

Leg deine Sorgen in der Kirche ab – die Zettel mit deinen Klagen werden dann in der Osternacht verbrannt.

Alex und Sigrid

Ein Brief an die Kinder zum 4. Fastensonntag

Der Seelenvogel fühlt sich geliebt

Liebe Kinder!

Das Evangelium des 4. Fastensonntags berichtet darüber, wie Jesus seinen Freunden von Gottes Liebe erzählt. Gott selbst hat Jesus aufgetragen, seinen Freunden, aber auch uns, zu sagen und zu zeigen, wie groß diese Liebe ist.

Evangelium nach Johannes
(Kapitel 3, Verse 14-21 in leichter Sprache)

Jesus erklärt, dass Gott uns sehr lieb hat. Jesus hatte viele Freunde. Ein Freund von Jesus hieß Nikodemus. Nikodemus hörte gerne zu, wenn Jesus von Gott erzählte.
Jesus sagte zu Nikodemus:
Gott hat mich extra zu euch geschickt. Ich soll euch alles von Gott erklären. Ich soll euch sagen, dass Gott euch lieb hat. Und ich soll euch zeigen, dass Gott euch lieb hat.
Einige Leute behaupten:
Gott schickt Jesus, damit Jesus die Menschen bestraft. Aber das stimmt nicht. Gott schickt mich, damit ich euch helfe. Ich will euch helfen, damit diese Welt eine gute Welt wird. Wenn ihr an mich glaubt, wird diese Welt gut.
Jesus sagte:
Ich will euch zeigen, dass die Liebe von Gott wie helles Licht ist. Viele Menschen freuen sich über das Licht. Die Menschen gehen zum Licht. Die Menschen gehen zu Gott. Die Menschen freuen sich über die Liebe von Gott.
Wenn ihr glaubt, dass Gott alles gut machen will, wird euer Herz froh. Und hell. Und warm. Dann wollt ihr selber auch alles gut machen. Dann wollt ihr selber auch, dass die ganze Welt gut wird. Und hell. Und warm.

Zum Nachdenken:

Die Menschen und die Jünger wollten immer wieder wissen, wie wir in den Himmel kommen. Jesus ist gekommen, um uns das zu zeigen, denn durch unser Handeln und durch unseren Glauben, bricht das Himmelreich bereits hier und jetzt an. Wenn wir uns völlig geliebt fühlen, dann können wir ein bisschen erahnen, wie groß die Liebe Gottes ist.
Wir Menschen stellen uns das In-den-Himmel-Kommen gerne so vor: Es gibt eine Treppe nach oben. Mit allen guten Taten, mit all unseren Anstrengungen, werden wir irgendwie Stufe für Stufe nach oben kommen. Wenn dem so wäre, müssten wir uns aber auch eingestehen: Mit jeder blöden Antwort, mit jeder Lüge fallen wir auch wieder eine Stufe zurück.

Da scheint es sehr schwierig, es je zu Gott zu schaffen. Jesus sagt da etwas ganz anderes. Er sagt: “Ich bin der Lift/Aufzug nach oben!” Was wir nicht schaffen können – er macht es möglich: Wer an ihn glaubt, wer ihm nachfolgt, wer in den Lift einsteigt, der kommt oben an. Es heißt auch, wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Wir dürfen immer wieder neu anfangen, unser Leben auf Jesus hin ausrichten, ihm das Leben anvertrauen. Wir dürfen uns von ihm leiten und lenken lassen. Wie das geht finden wir in der Bibel, mit dem Stichwort: WWJD – What would Jesus do? Also: Was würde Jesus tun? So können wir wirklich erahnen wie sich das Himmelreich anfühlt und wie groß Gottes Liebe ist.
Gottes Liebe ist übrigens auch durch uns für Andere erfahrbar, denn wir sind seine Helfer, seine Hände hier auf der Erde.
Überlege wieviel Gutes du mit deinen Händen tun kannst: segnen, umarmen, basteln, helfen, heilen, trösten, fröhlich grüßen und winken, …
Außerdem sieht Gott auch das Verborgene, unser Herz. Er blickt nicht nur auf Äußerlichkeiten. Er sieht auch unser Bemühen. Nichts wird umsonst gewesen sein.

Gönne Dir und Deiner Familie eine Sonnendusche für die Seele!

Macht es euch zu Hause gemütlich: im Wohnzimmer, bei Kakao und Kuchen, an einem sonnigen Tag draußen, … Erzählt einander, was ihr an den Anderen toll findet, was ihr mögt, warum ihr einander lieb habt, was ihr an den Anderen bewundert! Und ganz, ganz wichtig: Schenkt einander eine dicke, feste Umarmung – und spürt, wie gut es tut umarmt zu werden!

Der Seelenvogel fühlt sich geliebt

Unser Seelenvogel (wieder von Hannah, 13 Jahre alt, gemalt) fühlt sich diese Woche geliebt… Wie sieht dein Seelenvogel aus, wenn er sich geliebt fühlt?

Eine schöne Fastenwoche wünschen dir und deiner Familie,
Pfarrer H. Mauritius, Gerti, Rosi, Alexandrea, Alex und Sigrid

Ein Brief an die Kinder zum 3. Fastensonntag

Wutvogel, gemalt von Hannah, 13

Liebe Kinder!

Das Evangelium des 3. Fastensonntags berichtet darüber wie Jesus sich gefühlt hat, als er kurz vor dem Pessachfest in den Tempel gekommen ist und gesehen hat, was die Menschen aus dem Haus seines Vaters gemacht hatten:
Evangelium nach Johannes (Kapitel 2, Verse 13-25 in leichter Sprache)

Jesus räumt den Tempel auf. Jesus lebte vor 2000 Jahren. Vor 2000 Jahren waren viele Sachen anders. Zum Beispiel das Haus zum Beten. Das Haus zum Beten hieß Tempel. Im Tempel konnten die Menschen nahe bei Gott sein.
Viele Menschen gingen in den Tempel. Die Menschen wollten nahe bei Gott sein. Und Gott etwas schenken. Viele Menschen wollten Gott ein Tier schenken. Zum Beispiel ein Schaf. Oder eine Kuh. Oder eine Taube.

Die Menschen konnten im Tempel die Tiere kaufen: Die Kühe und Schafe waren im Tempel festgebunden. Die Tauben waren im Taubenkäfig. Die Verkäufer von den Tieren verdienten viel Geld. Die Tiere im Tempel machten viel Krach. Keiner konnte leise beten. Und mit Gott sprechen.
Einmal kam Jesus in den Tempel. Jesus wollte beten. Jesus wollte mit seinem Vater im Himmel sprechen. Aber überall standen Kühe. Und Schafe. Und Tauben im Taubenkäfig. Und Tische. Und das viele Geld von den Verkäufern. Überall war Krach.
Das alles machte Jesus traurig. Und wütend. Weil keiner mit Gott sprechen konnte.

Jesus tobte. Jesus jagte die Tiere und die Verkäufer aus dem Tempel raus. Und warf das viele Geld auf den Boden. Und schubste alle Tische um.
Jesus schrie: Bringt die Taubenkäfige weg. Macht alles sauber. Der Tempel ist zum Beten. Der Tempel ist das Haus für Gott. Gott ist mein Vater im Himmel. Ihr macht das Haus von meinem Vater zu einem Supermarkt.

Einige Leute fragten Jesus: Darfst du so herumtoben? Jesus sagte zu den Leuten: Ihr macht den Tempel kaputt. Ich baue den Tempel in 3 Tagen wieder auf. Dieser Satz war für die Leute schwer zu verstehen.
Die Leute dachten: Jesus spinnt. Die Leute lachten Jesus aus.
Die Leute sagten: Das schaffst du nie. Du kannst den Tempel nicht in 3 Tagen aufbauen. Du brauchst mindestens 46 Jahre zum Tempelbauen. Die Freunde von Jesus hörten Jesus gut zu. Die Freunde konnten Jesus auch nicht verstehen. Aber die Freunde dachten nach. Die Freunde überlegten, was Jesus meinte.

Eines Tages konnten die Freunde den Satz von Jesus doch verstehen. Das war, als Jesus von den Toten auferstanden war. Da wussten die Freunde: Jesus ist selber ein Tempel für Gott. Bei Jesus können die Menschen nahe bei Gott sein. Jesus war tot. Da war Jesus wie ein kaputter Tempel.
Nach 3 Tagen ist Jesus auferstanden.
Da war Jesus wie ein neu gebauter Tempel. Jetzt können die Menschen wieder zu Jesus gehen. Jesus ist wie ein neu gebauter Tempel.

Zum Nachdenken:
Im Tempel, dem Gotteshaus zurzeit Jesu, haben Händler und Geldwechsler ihre Geschäfte gemacht. Das war den Menschen vielleicht sogar wichtiger als das Gebet selbst, vielleicht haben sie dabei auch so manche Menschen betrogen beim Wechseln. Das wollte Jesus nicht dulden, und er ist sehr energisch dagegen vorgegangen. Es hat ihn richtig wütend gemacht!

Eine Frage: Ist dir das Gebet wichtig? Besprichst du deine Sorgen, Gefühle aber auch deine Dankbarkeit mit Gott? Kannst du beim Gebet gut zuhören, was Gott dir sagen will? Wie oder wo betest du zu Hause?
Vielleicht kannst du dir in deinem Zimmer einen kleinen Platz für dein Gespräch mit Gott herrichten. Zum Beispiel: ein kleines Deckerl, eine Kinderbibel, ein Gebetswürfel und Naturmaterialien, die du draußen gefunden hast.

Was machst du, wenn du so richtig wütend bist? Wie gehst du mit diesem Gefühl um? Es ist wichtig auch dieses Gefühl zuzulassen und zu versuchen, dieses Gefühl kontrolliert wieder weg zu bekommen. Wenn man auf jemanden oder auf eine Situation wütend ist, ist es gut, wenn diese auch benannt wird.

Bringe deine Beobachtungen zur Sprache! Sprich deine Gefühle an, so wie sie gerade da sind, teile deine Bedürfnisse mit, formuliere eine Bitte. Tu das mit einer Ich-Botschaft, so zum Beispiel:

Ich habe gemerkt, dass Du in letzter Zeit öfters in meinem Zimmer gewesen bist und Dir mein Playmobil genommen hast, danach war der Kasten immer unordentlich. Das nervt mich. Ich möchte meinen Kasten immer ordentlich haben, denn es dauert ziemlich lange und es ist anstrengend ihn zu ordnen. Ich bitte Dich, frag‘ mich vorher, wenn Du Dir etwas ausleihen möchtest und bitte stell‘ die Sachen wieder ordentlich in den Kasten zurück.

Gibt es in unserer Kirche auch Dinge, die du nicht verstehst? Oder auch etwas, das du gerne geändert haben möchtest? Falls Du eine gute Idee hast, wie man das verwirklichen kann, dann schreib uns bitte Deine Ideen. Wir freuen uns jedoch auch über positive Rückmeldungen und eure gemalten Seelenvögel: pfarre@stift-herzogenburg.at.

Und dann haben wir noch eine Bastelei rausgesucht, die dir dabei helfen kann, die Wut, die du vielleicht manchmal verspürst, in den Griff zu bekommen, einen Wutball.

Der Wutball

Du brauchst:

  • 2 Luftballons, aufgeblasen und die Luft wieder rausgelassen
  • Trichter
  • Löffel
  • Vogelsand
  • Schere
  • wasserfester Stift

Fülle mit der Hilfe des Trichters und des Löffels Vogelsand in einen Luftballon, schneide anschließend den Hals des Luftballons ab.

Schneide beim zweiten Luftballon ebenfalls den Hals ab und stülpe ohne über den zweiten Luftballon mit dem Vogelsand.

Male mit dem Filzstift ein Vogelgesicht auf den Ball. Jetzt kannst du den Wutvogel kneten, an die Wand werfen, auf den Boden knallen…

Eine schöne Fastenwoche wünschen dir und deiner Familie,
Pfarrer H. Mauritius, Gerti, Rosi, Alexandrea, Alex und Sigrid