NÖ Kindersommerspiele Herzogenburg
Dreihundertsechzig Grad Rundgang durch das Festgelände
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Biblische Erzählung zum Karfreitag

Am Karfreitag denken wir an das Leiden und Sterben von Jesus. Die Glocken und die Orgel sind verstummt. Jeglicher Schmuck wurde aus der Kirche entfernt. Am Karfreitag und am Karsamstag (bis zur Feier der Osternacht) gibt es auch keine Eucharistiefeier.  Im Mittelpunkt steht das Kreuz. Das Kreuz ist das Zeichen für uns Christen. Jesus wurde ans Kreuz geschlagen. Der Karfreitag ist also ein ernster Tag Wir hören in der Liturgie vom Leidensweg und der Kreuzigung Jesu und verehren das Kreuz und denken darüber nach, warum Jesus diesen traurigen Tod erleiden musste. Der Begriff „Kar“ kommt vom althochdeutschen Wort „kara“ und bedeutet: Klage, Kummer, Trauer. Auch der Karsamstag ist ein stiller Tag, wir warten darauf, dass wir die Auferstehung Jesu feiern dürfen. In vielen Familien ist es Brauch, sich auf das Osterfest vorzubereiten indem geputzt, gebacken, gebastelt wird, aber auch zur Hl. Beichte gegangen wird.

Nach dem Essen sagt Jesus: Einer von euch wird mich heute noch verraten. Alle Jünger sind entsetzt, dass Jesus so etwas von ihnen denkt, sie schütteln den Kopf und sagen: „Nein Herr bestimmt nicht!“ Nur Judas steht auf und geht hinaus.

Danach geht Jesus hinaus auf den Ölberg. Er bittet Petrus, Jakobus und Johannes ihn zu begleiten. Im Garten angekommen, will Jesus beten. Er bittet seine Freunde wach zu bleiben und auf ihn zu warten. Er geht alleine ein Stück weiter um zu beten. Jesus kniet, sich nieder. Er hat Angst und betet:

„Mein Vater! Lass diesen Kelch (damit meint er dieses Leid) an mir vorübergehen! Aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“

Als er zu seinen Jüngern zurück geht, sieht er, dass sie eingeschlafen sind und ruft:

„Könnt ihr nicht einmal eine Stunde wachbleiben und beten? Steht auf, es ist soweit.“

Schon kommt Judas auf Jesus zu, begleitet wird er von vielen Soldaten. Er sagt, der den ich küsse, das ist er. Judas gibt Jesus einen Kuss. Somit wussten die Soldaten wer gemeint war. (Judas hat nämlich bis zum Schluss gedacht, dass Jesus sie alle von den Römern befreien wird. Als er gemerkt hat, dass Jesus nicht kämpfen wird, war er so enttäuscht, dass er Jesus für 30 Silberstücke verraten hat.)

Die Soldaten nehmen Jesus fest und führen ihn ab. Die Jünger aber bekommen alle Angst und fliehen.

Jesus wird zu den Hohepriestern gebracht. Sie verhören ihn und fragen: „Bist du der Sohn Gottes?“ Jesus antwortet:

„Ja, ich bin es!“

Da werden die Hohepriester wütend: „Das ist Gotteslästerung! Dafür muss er sterben!“

Da bringen sie ihn zum römischen Stadthalter Pilatus, weil nur er ein Urteil fällen darf.

 

Auch Pilatus fragt Jesus: „Bist du ein König?“. Jesus antwortet: „Ja, ich bin es.“  Pilatus fragt nach: „Wo ist dein Königreich?“ Daraufhin schweigt Jesus. Da sagt Pilatus: „Weißt du nicht, dass ich große Macht habe? Ich habe die Macht dich freizulassen oder dich zu verurteilen. Da sagt Jesus:

„Mein Königreich ist nicht von dieser Welt. Ich will die Menschen zu Gott führen, sie sollen froh werden und Gutes tun.“

Pilatus versteht es nicht und er lässt ihn verspotten. Zum Spott ziehen die Soldaten Jesus einen roten Mantel an. Dann flechten sie eine Krone aus Dornen und setzen sie Jesus auf den Kopf. Sie lachen ihn aus: „Seht! Da ist ja unser König!“

 

Immer am Pessachfest lässt Pilatus einen Gefangenen frei. Ein Mann namens Barabbas sitzt gerade im Gefängnis. Barabbas hat einen Menschen getötet. Pilatus sieht hinaus auf den Platz. Eine große Menschenmenge ist dort bereits versammelt. Er spürt, dass Jesus unschuldig ist und darum fragt er die Leute: „Soll ich Jesus freilassen?“ Aber die Menschen rufen laut: „Nein, lass Barabbas frei!“ Pilatus fragt: „Und was soll ich mit Jesus tun?“ Da schreien die Leute noch viel lauter: ans Kreuz mit ihm!“

Da sagt Pilatus: „Ich wasche meine Hände in Unschuld. Er lässt Barabbas frei und verurteilt Jesus zum Tod am Kreuz.

 

Pilatus hat Jesus zum Tod verurteilt. Die Soldaten fertigen einen Kreuzesbalken für Jesus an, den er selbst bis nach Golgotha tragen muss. Ein schwerer, schmerzhafter Weg beginnt für Jesus.

Nach einiger Zeit wird das Kreuz für Jesus zu schwer, er stürzt unter der Last. Daraufhin holen die Soldaten einen Bauern, der gerade vom Feld kommt und fordern ihn auf Jesus zu helfen. Es ist Simon von Zyrene. Unter den Menschen die Jesus begleiten und helfen wollen ist auch eine Frau namens Veronika, sie reicht Jesus ein Tuch, damit er sich den Schweiß abwischen kann. Einige Frauen weinen um Jesus.

Seine Mutter Maria ist bis zum Schluss bei ihm. Sie begleitet ihren Sohn bis zum Schluss auf seinem Kreuzweg.

Als sie am Berg Golgotha ankommen, berauben die Soldaten Jesus seiner Kleider. Dann wird er ans Kreuz genagelt. Über ihm bringen sie eine Holztafel an, darauf steht: INRI. Das bedeutet: „Jesus von Nazareth, König der Juden.“ Links und rechts von Jesus werden auch noch zwei Verbrecher gekreuzigt.

Unter dem Kreuz stehen jetzt nur noch seine Mutter Maria und Johannes, einer seiner Jünger. Jesus bittet Johannes, sich um seine Mutter zu kümmern und Maria soll ab jetzt die Mutter von Johannes sein.

Um die Mittagszeit wird es im ganzen Land dunkel. Jesus ruft laut:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Da nimmt ein Soldat einen Schwamm, steckt ihn in Essigwasser und reicht ihn Jesus.

Um drei Uhr ruft Jesus:

„Es ist vollbracht!“

Dann lässt er den Kopf sinken und stirbt.