NÖ Kindersommerspiele Herzogenburg
Dreihundertsechzig Grad Rundgang durch das Festgelände
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Biblische Erzählung zum Karsamstag

In der Osternacht (Karsamstag)  und am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung Jesu. Es ist das wichtigste Fest der Christen. In der Osternacht feiern wir das Licht der Auferstehung Jesu in der Lichtfeier bei der die Osterkerze des heurigen Jahres gesegnet wird. In der Tauffeier wird das Taufwasser gesegnet, die Orgel stimmt jubelnd in die Gottesdienst ein, wir singen wieder das Gloria und das Halleluja. Die Glocken rufen ab jetzt wieder zum Gebet. Wir freuen uns, denn Jesus ist auferstanden. Gott hat seinen Sohn nicht im Tod gelassen. So dürfen auch wir darauf vertrauen, dass wir ein neues ewiges Leben im Himmel erlangen werden.

Wichtige Symbole

Die Osterkerze. Sie ist verziert mit dem Alpha und Omega, das bedeutet, dass Jesus von unserer Geburt an immer bei uns ist. Mit dem Kreuz, durch den Tod und die Auferstehung hat Jesus einen Neubeginn für uns alle geschaffen. Die fünf Grannen erinnern an die Wunden von Jesus. Die Jahreszahl darf natürlich auch nicht fehlen.

Am ersten Tag nach dem Passahfest kehrt Maria aus Magdala, eine Freundin von Jesus, zum Felsengrab zurück. Es ist noch früh am Morgen und dunkel. Sie möchte Jesus nahe sein, auch wenn er jetzt tot ist. Sie weint. Sie sucht die Grabhöhle, die von den Männern mit dem schweren Stein verschlossen wurde. Doch wie sie näher kommt, kann sie in der Morgendämmerung den Stein nicht mehr finden. Die Felsenhöhle ist da. Aber der Stein fehlt. Hat jemand den toten Jesus gestohlen? Sie beugt sich vor. Sie will wissen, wo Jesus, ihr Freund ist. Sie schaut in die Grabhöhle. Dort liegen die Leinentücher, mit denen die Männer Jesus eingewickelt haben. Plötzlich aber sieht Maria zwei Gestalten in strahlenden Gewändern. Sie sitzen dort, wo eigentlich der Tote liegen müsste. Sind es Engel, Boten von Gott? Maria staunt.

„Frau, warum weinst du?“, fragen sie. Und Maria antwortet: „Sie haben den Körper von Jesus weggenommen. Ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“ Dann dreht sich Maria um. Hinter ihr steht ein Mann. Er sagt: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“ Die Frau kennt den Mann nicht. Sie glaubt, er sei Gärtner hier und sagt: „Hast du den Körper, der in diesem Grab lag, weggetragen? Sag mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will ihn holen.“

Da sagt der Mann nur ihren Namen: „Maria!“

Und jetzt erkennt sie ihn. Es ist Jesus. „Rabbuni – mein Herr“, sagt sie. Sie will auf Jesus zugehen. Sie ist glücklich, dass er wieder da ist. Am liebsten möchte sie ihn in die Arme schließen. Er aber sagt: „Berühre mich nicht!“

Da schrickt sie zurück. Warum weist Jesus sie von sich?

Aber da spricht Jesus auch schon weiter:

„Du kannst mich nicht festhalten, Maria. Aber geh zu meinen Brüdern und sag ihnen, was du erfahren hast. Ich gehe zu meinem Vater im Himmel. Er ist auch euer Vater. Er ist mein Gott und euer Gott.“

Da wird Marias Schreck in Freude verwandelt. Jetzt weiß sie: Jesus ist nicht mehr tot. Er lebt! Sie weiß: Ich habe ihn als erste gesehen. Ich darf es den anderen erzählen.

Ich habe einen wichtigen Auftrag. Maria aus Magdala fühlt sich leicht und stark. Sie macht sich auf den Weg in die Stadt. Sie sucht die Freunde Jesu, die sich eingeschlossen haben aus Angst und Verzweiflung. Sie bringt ihnen die gute Nachricht:

„Ich habe den Herrn gesehen. Jesus lebt!“

Und sie erzählt ihnen, was er ihr aufgetragen hat.

(nach Regine Schindler: Mit Gott unterwegs KGG – 6 – 4- 2000/01).