NÖ Kindersommerspiele Herzogenburg
Dreihundertsechzig Grad Rundgang durch das Festgelände
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Biblische Erzählungen zur Karwoche: Palmsonntag

Ostern ist das höchste christliche Fest im Jahreskreis. Die Vorbereitung in der Fastenzeit und besonders die Karwoche sind wichtige Feiern der Christengemeinde. In diesem Jahr dürfen wir nicht miteinander feiern, um andere zu schützen und unsere Mitmenschen nicht zu gefährden. Was wir aber können, ist, zu Hause im Kreise unserer Liebsten an diese wichtigen Stationen im Leben Jesu zu denken.

Biblische Hintergrund:

Mit dieser Erzählung beginnt der Leidensweg Jesu. Jesus geht diesen schweren Weg ganz bewusst. Alles musste so geschehen, damit sich die Schrift erfüllt. Der Ablauf der Ereignisse ist in allen Evangelien gleich.

Jesus wird von den Menschen wie ein König empfangen. Allerdings ist sein Königreich nicht von dieser Welt. Jesus versucht durch äußere Zeichen den Menschen zu sagen, dass er ein anderer König ist, ein König der Liebe und des Friedens. Jesus reitet auf einem Esel ein. Ein König würde auf einem Pferd einreiten, ihn würden Soldaten begleiten. Ein Esel ist ein Lasttier, er gehörte nicht einmal Jesus selbst. Jesus ist ein König ohne Krone, ohne Schwert. Die Straßen sind mit Palmwedeln und mit Kleidung der Menschen ausgelegt statt eines roten Teppichs. Die Menschen jubeln Jesus zu, sie rufen Hosianna! Hosianna!

Diese kindgerechte Erzählung stammt von der Website der Jungschar 

Jesus ist mit seinen Jüngern auf dem Weg durch das Land. Viele Leute sind bei ihm. Sie hören gerne auf ihn und sind beeindruckt von seinen Taten, denn sie haben schon viel mit ihm erlebt. (Was haben die Freunde Jesu mit ihm erlebt? Erzähl deinen Eltern darüber!)

Nun ist Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem. Die Jünger freuen sich auf Jerusalem, denn diese Stadt ist faszinierend. In Jerusalem steht der Tempel. Das jährliche Passahfest wird in Jerusalem gefeiert, und in der Stadt wimmelt es dann nur so von Menschen. Die Lieder und die Gottesdienste begeistern alle. Die Jünger freuen sich schon darauf, nach Jerusalem zu kommen und unterhalten sich während des Wanderns darüber.
Aber heimlich reden sie noch über etwas anderes. Sie haben gemerkt, dass es auch Menschen gibt, die eifersüchtig und neidisch auf Jesus sind, auf seine Taten und Wunder. Menschen, die ihm nicht glauben, dass er Gottes Sohn ist. Menschen, die Jesus nach dem Tode trachten.

Mitten auf dem Weg nach Jerusalem bleibt Jesus stehen und erklärt seinen Jüngern:

“Wenn wir jetzt nach Jerusalem gehen, wird es anders sein als sonst. Dieses Mal wird es ein ganz entscheidender Weg sein. Ich werde nämlich in Jerusalem von den Ältesten des Volkes, den Hohenpriestern und Schriftgelehrten gefangengenommen werden. Sie werden mich verhören und schließlich übel plagen und kreuzigen. Ich werde jedoch am dritten Tag von den Toten auferstehen.”

Die Jünger sind sprachlos. Schweigend gehen alle weiter. Sie spüren, wie ernst es Jesus meint und wie schweigsam er ist. Sie verstehen es aber überhaupt nicht.
Je näher sie dann aber nach Jerusalem kommen, um so mehr freuen sie sich auf die Stadt, und sie denken immer weniger daran, was Jesus gesagt hat. Sie freuen sich auf Jerusalem.

Bevor sie in die Stadt kommen, bleibt Jesus stehen. Er sagt zu den Jüngern:

“Geht voraus in das nächste Dorf, es heißt Betphage. Dort werdet ihr einen jungen Esel finden, der an einem Pflock angebunden ist. Noch niemand ist auf diesem Esel geritten. Bindet ihn los und bringt ihn zu mir. Auf ihm will ich in die Stadt hineinreiten. Wenn euch der Herr, dem der Esel gehört, fragt, warum ihr das Tier losbindet und mitnehmt, so sagt ihm: Der Herr braucht ihn. Dann wird er ihn euch geben.”

Die beiden Jünger gehen in das nächste Dorf. Sie finden alles so, wie Jesus es gesagt hat. Sie sehen den jungen Esel und wollen ihn losbinden, doch da kommt der Besitzer und fragt: “Warum bindet ihr meinen Esel los?” Die beiden Jünger sagen: “Der Herr braucht ihn.” Da gibt der Mann ihnen den jungen Esel.
Als sie den Esel zu Jesus gebracht haben, setzt er sich darauf. Und so reitet er in die Stadt Jerusalem hinein.

Viele Menschen kommen ihm entgegen und ziehen mit ihm in die Stadt hinein. Doch plötzlich geschieht etwas Seltsames, Unerwartetes, was noch niemand gehört hat. Die Leute beginnen zu singen:

“Jesus soll unser König sein. Hosianna! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!”

Und wie sie so rufen, kommen aus den Häusern noch mehr Menschen. Sie breiten ihre Kleider auf die Straße und jubeln Jesus zu.
Und die Menschen brechen von den Bäumen Zweige ab; sie nehmen die Zweige in die Hände, sie schwenken sie hoch, Jesus entgegen. So ehren sie ihn wie einen König.

Jesus, ein König? Was für ein König ist er? Er sitzt nicht auf einem hohen Pferd, sondern auf einem Esel, auf einem Tier, das den armen Leuten gehört. Er trägt keine Krone, er hat kein Zepter in der Hand. Und doch jubeln ihm die Leute zu: “Du bist unser König!”
Jesus soll ein König sein? Was für ein König? Er hat kein Schloss. Er hat keine Diener. Er will selbst dienen. Er hat nicht mal ein Haus. Er geht von einem Ort zum anderen. Er ist arm, jedoch sein Herz ist reich. Er liebt die Menschen, seine Liebe ist groß und mächtig.
So rufen die Leute, und immer mehr versammeln sich und ziehen mit Jesus. Welch ein König kommt in die Stadt? Welche Macht hat er? Blinde können wieder sehen, wo es dunkel war, wird es hell, wenn Jesus kommt. Lahme können wieder gehen, Kranke werden gesund. Traurige werden wieder froh und richten sich auf. Wer in seiner Nähe ist spürt Kraft und Mut.
So zieht Jesus in die Stadt Jerusalem mit vielen Menschen, die ihm zujubeln: “Jesus soll unser König sein!” „

Den Palmsonntag begehen wir normalerweise feierlich indem wir das Evangelium des Einzuges nach Jerusalem im Freien hören, danach werden die mitgebrachten Palmbuschen gesegnet und mit Lobgesängen wie zB Christus Sieger, Christus König, Christus, Christus Herr der Welt“ in die Kirche ein. Dort hören wir zum ersten Mal die Erzählung vom Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus.