NÖ Kindersommerspiele Herzogenburg
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Ein Brief an die Kinder zum 4. Fastensonntag

Liebe Kinder!

Das Evangelium des 4. Fastensonntags berichtet darüber, wie Jesus seinen Freunden von Gottes Liebe erzählt. Gott selbst hat Jesus aufgetragen, seinen Freunden, aber auch uns, zu sagen und zu zeigen, wie groß diese Liebe ist.

Evangelium nach Johannes
(Kapitel 3, Verse 14-21 in leichter Sprache)

Jesus erklärt, dass Gott uns sehr lieb hat. Jesus hatte viele Freunde. Ein Freund von Jesus hieß Nikodemus. Nikodemus hörte gerne zu, wenn Jesus von Gott erzählte.
Jesus sagte zu Nikodemus:
Gott hat mich extra zu euch geschickt. Ich soll euch alles von Gott erklären. Ich soll euch sagen, dass Gott euch lieb hat. Und ich soll euch zeigen, dass Gott euch lieb hat.
Einige Leute behaupten:
Gott schickt Jesus, damit Jesus die Menschen bestraft. Aber das stimmt nicht. Gott schickt mich, damit ich euch helfe. Ich will euch helfen, damit diese Welt eine gute Welt wird. Wenn ihr an mich glaubt, wird diese Welt gut.
Jesus sagte:
Ich will euch zeigen, dass die Liebe von Gott wie helles Licht ist. Viele Menschen freuen sich über das Licht. Die Menschen gehen zum Licht. Die Menschen gehen zu Gott. Die Menschen freuen sich über die Liebe von Gott.
Wenn ihr glaubt, dass Gott alles gut machen will, wird euer Herz froh. Und hell. Und warm. Dann wollt ihr selber auch alles gut machen. Dann wollt ihr selber auch, dass die ganze Welt gut wird. Und hell. Und warm.

Zum Nachdenken:

Die Menschen und die Jünger wollten immer wieder wissen, wie wir in den Himmel kommen. Jesus ist gekommen, um uns das zu zeigen, denn durch unser Handeln und durch unseren Glauben, bricht das Himmelreich bereits hier und jetzt an. Wenn wir uns völlig geliebt fühlen, dann können wir ein bisschen erahnen, wie groß die Liebe Gottes ist.
Wir Menschen stellen uns das In-den-Himmel-Kommen gerne so vor: Es gibt eine Treppe nach oben. Mit allen guten Taten, mit all unseren Anstrengungen, werden wir irgendwie Stufe für Stufe nach oben kommen. Wenn dem so wäre, müssten wir uns aber auch eingestehen: Mit jeder blöden Antwort, mit jeder Lüge fallen wir auch wieder eine Stufe zurück.

Da scheint es sehr schwierig, es je zu Gott zu schaffen. Jesus sagt da etwas ganz anderes. Er sagt: “Ich bin der Lift/Aufzug nach oben!” Was wir nicht schaffen können – er macht es möglich: Wer an ihn glaubt, wer ihm nachfolgt, wer in den Lift einsteigt, der kommt oben an. Es heißt auch, wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Wir dürfen immer wieder neu anfangen, unser Leben auf Jesus hin ausrichten, ihm das Leben anvertrauen. Wir dürfen uns von ihm leiten und lenken lassen. Wie das geht finden wir in der Bibel, mit dem Stichwort: WWJD – What would Jesus do? Also: Was würde Jesus tun? So können wir wirklich erahnen wie sich das Himmelreich anfühlt und wie groß Gottes Liebe ist.
Gottes Liebe ist übrigens auch durch uns für Andere erfahrbar, denn wir sind seine Helfer, seine Hände hier auf der Erde.
Überlege wieviel Gutes du mit deinen Händen tun kannst: segnen, umarmen, basteln, helfen, heilen, trösten, fröhlich grüßen und winken, …
Außerdem sieht Gott auch das Verborgene, unser Herz. Er blickt nicht nur auf Äußerlichkeiten. Er sieht auch unser Bemühen. Nichts wird umsonst gewesen sein.

Gönne Dir und Deiner Familie eine Sonnendusche für die Seele!

Macht es euch zu Hause gemütlich: im Wohnzimmer, bei Kakao und Kuchen, an einem sonnigen Tag draußen, … Erzählt einander, was ihr an den Anderen toll findet, was ihr mögt, warum ihr einander lieb habt, was ihr an den Anderen bewundert! Und ganz, ganz wichtig: Schenkt einander eine dicke, feste Umarmung – und spürt, wie gut es tut umarmt zu werden!

Der Seelenvogel fühlt sich geliebt

Unser Seelenvogel (wieder von Hannah, 13 Jahre alt, gemalt) fühlt sich diese Woche geliebt… Wie sieht dein Seelenvogel aus, wenn er sich geliebt fühlt?

Eine schöne Fastenwoche wünschen dir und deiner Familie,
Pfarrer H. Mauritius, Gerti, Rosi, Alexandrea, Alex und Sigrid